Kursbeschreibung

DGUV 214-059 Modul A und B
Arbeiten mit der Motorsäge nach DGUV Information 214-059 Modul A und Modul B (Hildesheim)

Arbeiten, die mit der Motorsäge ausgeführt werden, sind mit einem sehr hohen Gefahrenpotenzial verbunden. Um Unfälle und die damit verbundenen Folgen zu vermeiden, darf ein Unternehmer/Arbeitgeber nur solche Personen für Arbeiten mit der Motorsäge einsetzen, die eine persönliche und fachliche Eignung vorweisen können. Dies ist die Voraussetzung für ein sicheres und unfallfreies Arbeiten mit der Motorsäge.

Die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt den Mindestumfang der Motorsägenausbildung in der DGUV-Information 214-059 vor, dieser Lehrgang orientiert sich an diesen Vorgaben.

 

Modul A: Grundlagen der Motorsägenarbeit

  • Anforderungen der Unfallverhütungsvorschriften und Regeln der Unfallversicherungsträger
  • Umgang mit Motorsägen und Werkzeugen
  • Arbeitseinsatz unter Praxisbedingungen wie z. B. Arbeiten am liegenden Holz, Holzbauarbeiten, Fällung von Schwachholz bis 20 cm Brusthöhendurchmesser (BHD wird in einer Höhe von 1,30 m über dem Boden gemessen)

Theorie:

  • Maschinen und Geräte
    • Aufbau/Funktion der Motorsäge sowie die Auswahl geeigneter Motorsägen
    • Sicherheitseinrichtungen der Motorsäge
    • Rückschlagarme Schneidgarnituren
    • Gesundheits- und umweltfreundliche Betriebsstoff
  • Werkzeuge, Hilfsgeräte und Hilfsmittel
    • z. B. Keile, Fällheber, Wendehaken, Sappi, Spalthammer, Äxte, Hand- und Stangensäge, Hochentaster, evtl. Anbaugeräte zur Motorsäge
  • Arbeitsschutz (Anforderungen der UVV und Regeln der Unfallversicherungsträger)
    • Voraussetzungen (keine Alleinarbeit, sicherer Stand, Erste Hilfe und Rettungskette, Umgebungseinflüsse)
    • Erkennen und Beurteilen von Gefährdungen
    • Betriebsanweisung
    • Auswahl/Einsatz der PSA
    • Gefahrenbereiche wie z. B. Schwenkbereich der Motorsäge, Fallbereich und Baumbeurteilung
    • Zufallbringen hängengebliebener Bäume
    • Unzulässige Arbeitsweisen und Arbeitstechniken
    • Absicherung des Arbeitsortes
    • Verantwortung, Aufsichtsführung, Pflichten der Beteiligten
    • Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignung
  • Arbeitstechniken
    • Starten der Motorsäge
    • Grundlagen der Schnitttechniken am liegenden Holz
    • Fälltechniken für Gehölze bis 20 cm BHD
    • auf Stock setzen von Gehölzen
    • Entastungstechniken
  • Wartung und Pflege der Motorsäge und Werkzeuge
    • Pflege und Wartung nach Herstellerangaben
    • Beurteilung der Schneidgarnitur (Kette auf Schärfe, Zahngeometrie und Schärftechnik, Zustand der Sägeschiene)

Praxis: 

  • Arbeitsvorbereitung
    • Prüfung des betriebssicheren Zustands
    • Instandhaltungsarbeiten, Montage von Schiene und Kette, Einstellen der Kettenspannung
    • Schärfen der Sägekette
  • Ermittlung der Einsatzbedingungen
    • Sicherheitstechnische Beurteilung der auszuführenden Arbeiten
    • Gefahrenbereiche festlegen, Fallbereich des Baumes und der Äste
    • Sicherungsmaßnahmen
    • Maschinen- und Gerätebereitstellung
    • Personaleinsatz, Verantwortung, Aufsicht und Weisungsbefugnis
  • Schnittübungen an liegendem Holz sowie an stehendem Schwachholz
    • Vermittlung von Schnitttechniken
    • Aufarbeitungstechniken
    • auf Stock setzen von Sträuchern
    • Berücksichtigung von Spannungen im Holz, Ursachen, Verteilung und Auswirkungen, Bestimmung von Zug- und Druckseite
    • Holzzuschnitte
  • Fällung von Schwachholz
    • Fälltechniken
    • Einsatz von Hilfswerkzeugen

 

Modul B: Baumfällung und Aufarbeitung

  • Fällung und Aufarbeitung von Bäumen über 20 cm Brusthöhendurchmesser
  • Zufallbringen und Aufarbeiten einzeln aufgeworfener, angeschobener oder gebrochener Bäume
  • Handseilzug und Seilwinde zur Unterstützung der Fällung

Theorie:

  • Auswahl und bestimmungsgemäßer Einsatz von Maschinen und Geräten
    • Motorsäge
    • Anforderungen an Winden, Handseilzüge und Zubehör
    • Werkzeuge wie z. B. Keile, Spalthammer, Stammpresse
    • Hilfsmittel und Verfahren zum hohen Befestigen eines Seiles
  • Arbeitsschutz (Anforderungen der UVV und Regeln der Unfallversicherungsträger)
    • Persönliche und technische Einsatzgrenzen erkennen
    • Gefährdungen beurteilen und erkennen wie z. B. Witterungseinflüsse, Umgebungseinflüsse, Gefahrenbereiche, Spannungen im Holz usw.
    • Zusätzliche Gefährdungen wie z. B. Winden-/Seilzugeinsatz oder Arbeiten am Hang
  • Arbeitstechniken
    • Fälltechniken
    • Aufarbeitungsverfahren
    • Beseitigung von Spannungen
    • Zufallbringen hängengebliebener Bäume
    • Besonderheiten bei geneigt stehenden Bäumen

Praxis:

  • Arbeitsvorbereitung und Ermittlung der Einsatzbedingungen
    • Sicherheitstechnische Beurteilung der auszuführenden Arbeiten wie z. B. Baumbeurteilung und -ansprache, Witterungs- und Umgebungseinflüsse
    • Fällbereich und Fällrichtung festlegen, Rückweiche anlegen, Gefahrenbereiche ermitteln, zulässige Aufenthalts- und Standorte für Personen und Arbeitsmittel festlegen
    • Festlegen von Sicherungsmaßnahmen, Absicherung des Arbeitsortes
    • Bereitstellung, Auswahl und Einsatz von Maschinen und Geräten entsprechend der durchzuführenden Arbeiten
    • Personaleinsatz, Verantwortung bei der Arbeitsdurchführung sowie Aufsicht und Weisungsbefugnis
  • Baumfällung und Baumaufarbeitung
    • Fällung und Aufarbeitung mehrerer Bäume pro Teilnehmer mit einem BHD über 20 cm
    • Auswahl und Anwendung geeigneter Fäll- und Schnitttechniken nach Baumbeurteilung
    • Ergonomie bei der Arbeit mit der Motorsäge, sicherer Stand beim Fällen und Entasten
    • Entastungstechniken und Trennschnitte
    • Erkennen und Beurteilen von Spannungen im Holz, Schnittführung bei Holz mit Spannungen
    • Seilunterstützte Fällung mit Winde oder Handseilzug, Abstimmung zwischen Winden- und Motorsägenführer
    • Sicherung des Wurzeltellers bei einem geworfenen oder angeschobenen Einzelbaum

 

 

 

 

 

Zusatzinfos

Voraussetzungen:

  • Befähigung im Sinne von §7 DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" i. V. m. DGUV Regel 114-018 "Waldarbeiten", körperliche und geistige Eignung
  • PSA (Motorsägenhelm mit Gesichts- und Gehörschutz, Arbeitshandschuhe, Schnittschutzhose, Schnittschutzschuhe)
  • Mindestalter: 18 Jahre

Lehrgangsabschluss:

Nach erfolgreich bestandener schriftlicher und praktischer Prüfung erhalten die Lehrgangsteilnehmer ein Zertifikat nach Vorgaben der DGUV.

Anmeldung:

Ein Anmeldeformular erhalten Sie unter der Rubrik Downloads. Gern schicken wir Ihnen die Anmeldeunterlagen auch per Post zu.

Ansprechpartner:

Nicole Grünwald, Tel 05121 7832-26 oder per Mail an

nicole.gruenwald(at)deula-hildesheim.de

 

 

 

Unterkunft

Einzel-, Doppel- oder Mehrbettzimmer mit Vollverpflegung.

Mittagessen bei täglicher An- und Abreise.

Zielgruppe

Unternehmer und Mitarbeiter aus allen Betrieben die der DGUV unterliegen.

PreisAuf Anfrage
Dauer5 Tage (Montag - Freitag)
Termine04.12.-08.12.2017 -belegt-
15.01.-19.01.2018
Alternativ ist die Teilnahme am AS Baum I Lehrgang möglich
 Firmenschulungen/Inhouse-Schulungen gern nach Absprache individuell nach Ihren Wünschen.
KontaktDEULA Hildesheim GmbH
Lerchenkamp 42-48
31137 Hildesheim
Telefon: 05121/7832-0
Telefax: 05121/516469
info@deula-hildesheim.de