DEULA Freren vermittelt in 2009 trotz Wirtschaftskrise 232 Menschen in sozialversicherungspflichtige Jobs

 

Lossprechung der Industriemechaniker, Fachrichtung Feingerätebau und Zerspanungsmechaniker in der DEULA Freren

 

Auch wenn das Jahr 2009 durch die Wirtschafts- und Finanzkrise geprägt und der Arbeitsmarkt durch Kurzarbeit, Entlassungen und Einstellungsstopps gekennzeichnet war, so ist es der DEULA Freren dennoch gelungen 232 Menschen in sozialversicherungspflichtige Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln.

„Dieser Erfolg bestärkt uns, den einzigartigen integrierten Qualifizierungs- und Vermittlungsansatz der DEULA Freren konsequent weiter auszubauen“, so Geschäftsführer Dipl.-Ing. Mathias Kirchhoff. Das breite gewerblich-technische Qualifizierungsangebot, die gut ausgestatteten, umfangreichen Werkstätten und die speziell für die Erwachsenenbildung entwickelten Lern- und Qualifizierungsmethoden wurden genutzt, um den Teilnehmern eine passgenaue Qualifizierung entsprechend ihrem individuellen Potenzial und des jeweiligen betrieblichen Bedarfs zu bieten. Bei den 232 erfolgreichen beruflichen Neustarts handelt es sich jeweils um Einzelfalllösungen. Eine hohe Bedeutung hat hierbei der handlungsorientierte Lernansatz verbunden mit der team- und projektorientierten Organisation und den hohen praktischen Anteilen im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahmen. Der Schlüssel erfolgreicher Qualifizierungs- und Vermittlungsarbeit liegt gerade unter schwierigen Bedingungen in der guten Vernetzung. Pädagogisch geschulte Ausbilder in den Werkstätten und Bildungs- und Vermittlungsbegleiter arbeiten eng mit den Teilnehmern im Team projekt- und handlungsorientiert auf das Arbeitsplatzziel hin. Dadurch werden eine effiziente Qualifizierung und die nachhaltige Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung gewährleistet. „Aber auch ohne die herausragende Unterstützung und Flexibilität der regionalen Wirtschaft wären die 232 beruflichen Neustarts nicht möglich gewesen“, bedankt sich Kirchhoff ausdrücklich bei den Unternehmern der Region.

 

Ein zentraler Erfolgsfaktor liegt in der Motivation und dem Selbstwertgefühl der Teilnehmer. „Den entscheidenden Schritt zu einem beruflichen Neustart kann nur unser Kunde selbst tun. Insbesondere für Langzeitarbeitslose ist es in der jetzigen Zeit wichtiger denn je, Selbstvertrauen aufzubauen und Positives wahrzunehmen“, betont Kirchhoff. Hierzu werden auf der Grundlagelage des individuellen Qualifizierungsplanes für jeden Teilnehmer seine Fortschritte sichtbar gemacht.


Eine herausragende Chance zum beruflichen Wiedereinstieg für Rehabilitanden stellen die Umschulungsangebote der DEULA dar. Die überbetriebliche Ausbildung zum Industriemechaniker, Fachrichtung Feingerätebau und Zerspanungsmechaniker findet in der DEULA Freren als Rehabilitationsmaßnahme auch in handlungsorientiert unterrichteten Kleingruppen statt. Ende Januar konnten wieder drei Teilnehmer nach erfolgreich abgelegter Prüfung losgesprochen werden und stehen damit vor einem beruflichen Neustart. Die erfolgreiche Bilanz der arbeitsmarktorientierten Ausbildungen und der Vermittlung in Arbeit veranlassen die Deutsche Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaften und Agenturen für Arbeit als Kostenträger zu deren Finanzierung.


Um Vermittlungsquoten von über 50% zu erreichen sind natürlich immer wieder neue innovative Ansätze zur Zielerreichung notwendig. Hier konnte sich die DEULA Freren wieder gegen starken Wettbewerb mit mehreren Projektanträgen auf EU-Fördergelder durchsetzen. Damit fließen rund 400T€ an EU-Mitteln in die Region mit dem Ziel, Arbeit suchende Frauen und Männer im ALG-II-Bezug in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Zum Beispiel das Projekt „TopFit=JobFit“ wurde mit dem Zentrum für Arbeit, Landkreis Emsland, und der MaßArbeit, Landkreis Osnabrück, für Menschen ohne ausreichendes gesundheitliches Leistungsvermögen entwickelt und zielt neben der beruflichen Qualifizierung auf die nachhaltige Steigerung der gesundheitlichen Belastbarkeit der Teilnehmer. Das Gesundheitstraining basiert hierbei auf dem ganzheitlichen Konzept von Sebastian Kneipp und wird ab dem 1. März 2010 von den DEULA Freren in Kooperation mit der Sebastian-Kneipp-Akademie, Bad Wörishofen, umgesetzt.

 

Bild: Freuten sich über die bestandenen Prüfungen zum Industriemechaniker:

von rechts: M. Kirchhoff (Geschäftsführer), M. Lühn (Meister), W. Zielke, S. Arnold, Ich. Koten (Facharbeiterbrief), P. Köhler (Bildungsbegleitung).

 

 

Lossprechung Industriemechaniker