Tagung des WLV zum tiergerechten Umgang mit kranken und verletzten Tieren in Schweinehaltungsbetrieben

Rund 100 Landwirte allein aus dem Nordkreis Warendorf sind zu einer Informations- und Schulungsveranstaltung in die DEULA gekommen. Thema war der tiergerechte Umgang mit kranken und verletzten Tieren in Schweinehaltungsbetrieben.

Es war die zweite Veranstaltung dieser Reihe, zu der der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband WLV eingeladen hatte. Sie ist Teil der "Offensive Nachhaltigkeit", mit der der WLV zur Haltung von Schweinen und Geflügel in den öffentlichen Dialog gehen will. Zehn realitätsnahe Leitprojekte sollen dazu beitragen, dass die Akzeptanz für Lebensmittelerzeugung wieder steigt. Es wird eine für den Landwirt ökonomische und für den Verbraucher vermittelbare Entwicklung in der Tierhaltung angestrebt. Bestandteil der WLV-Offensive sind auch Schulungsveranstaltungen wie jene zur Tiergesundheit. Zuvor hatte das Seminar in Liesborn im Süden des Kreises Warendorf stattgefunden - ebenfalls vor vollem Haus.

Tiermediziner des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kreises Warendorf unterstützen die Initiative. Sie gaben wertvolle Tipps zur Früherkennung von Krankheiten. Dabei ist bei kranken und verletzten Schweinen der Zeitfaktor ganz entscheidend, das wurde auch durch zahlreiche Wortmeldungen der Seminarteilnehmer deutlich. Es gelte, Tiere mit Krankheitssymptomen oder Verletzungen schnellstens zu separieren. Wie man kranke Tiere sinnvoll von den gesunden trennt und wie eine Genesungsbox idealerweise ausgestattet ist, war auch ein Thema.